Libertäre Gruppe Karlsruhe

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"... Einen durchaus bemerkenswerten Aufschwung hatten anarchistische Gruppen zu verzeichnen. Schon Ende August 2010 gründete sich das ''Anarchistische Netzwerk Südwest'' als ein Zusammenschluss von ''libertären bzw. anarchistischen Gruppen und Einzelpersonen'' aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie aus Ostfrankreich und der Ostschweiz. Aus Baden-Württemberg gehören diesem Netzwerk anarchistische Gruppen aus Freiburg, Mannheim, der Ortenau, Karlsruhe, Ludwigsburg und Stuttgart an. Einzelne Gruppen wie das "Libertäre Bündnis Ludwigsburg" gehören zugleich einem "Forum deutschsprachiger AnarchistInnen" (FdA/IFA) an.''
Quelle: Der am 11. Mai 2012 erschienene Verfassungsschutzbericht 2011


Pres­se­mit­tei­lung zur Be­ru­fungs­ver­hand­lung im Karls­ruher "Demo-An­melder-Pro­zess" (6.3.2012 8:30 Uhr am Land­ge­richt Karls­ruhe)

Land­ge­richt Karls­ruhe ver­han­delt über De­mons­tra­ti­ons­frei­heit
Kam­pagne 19. Mai ruft zu Kund­ge­bung auf

Am kom­menden Dienstag, 6.3.2012, muss sich der An­melder einer De­mons­tra­tion am 19. Mai 2007 in zweiter In­stanz vor dem Karls­ruher Land­ge­richt ver­ant­worten. Wäh­rend der De­mons­tra­tion gegen Raz­zien bei Geg­nern des G8-Gip­fels 2007 sollen ein­zelne Teil­nehmer gegen Auf­lagen ver­stoßen haben.
In dem Pro­zess wird die Frage ver­han­delt, ob der An­melder wegen diesen Vor­würfen be­straft werden kann. Ihm selbst wird kein Ver­gehen zur Last ge­legt.



Am Freitag, den 27.01.2012, finden in Frei­burg und in Karls­ruhe die ersten in­halt­li­chen Ver­an­stal­tungen der Reihe  "Es ist keine Krise – es ist das System" des An­ar­chis­ti­schen Netz­werks Süd­west* statt. Bis Ende Fe­bruar können Men­schen im Ein­zugs­ge­biet des Netz­werks (Baden-Würt­tem­berg, Saar­land,...) sich so durch die ge­bo­tenen Vor­träge und den fol­genden Dis­kus­sionen mit den Themen Krise und Ka­pi­ta­lismus herr­schafts­kri­tisch aus­ein­an­der­setzen.

Wäh­rend in Grie­chen­land, Spa­nien und Por­tugal der so­ziale Kahl­schlag die Schul­den­krise lösen soll, wetten Ra­ting-Agen­turen schon auf den Bank­rott wei­terer Staaten. Hieß es noch vor drei Jahren, der Neo­li­be­ra­lismus sei ge­schei­tert, treibt er heute seine wil­desten Blüten in den von der Krise be­fal­lenen Län­dern. De­mo­kra­ti­sche Wahlen werden zur Farce und die Reste von di­rekter De­mo­kratie werden ent­weder ent­sorgt oder so ma­ni­pu­liert, dass sie keinen Ein­fluss mehr auf die Po­litik haben. Hinter dem Diktat von EU, Eu­ro­päi­scher Zen­tral­bank, dem IWF und der Fi­nan­z­in­dus­trie steht das In­ter­esse, die ka­pi­ta­lis­ti­sche Ei­gen­tums- und Ge­sell­schafts­ord­nung auf­recht­zu­er­halten, wenn es sein muss auch mit stei­gender Re­pres­sion nach innen und ver­hee­renden Kriegs­e­in­sätzen nach außen.



Lasst uns ge­­meinsam gegen das men­­schen­­ver­­ach­tende und un­­ver­­häl­t­­nis­mä­­ßige Vor­­­gehen der Justiz pro­tes­tieren.



Am Dienstag, 10.01.2012, findet er­st­­mals in diesem Jahr nach kurzer Pause ab 19 Uhr in der Vi­k­to­ria­strasse 12 in Karls­ruhe das Of­­fene Treffen statt.



Im Juni 2008 wurde der An­melder einer bun­des­weiten Demo im Zu­sam­men­hang mit dem G8-Gipfel in Hei­li­gen­damm vom Amts­ge­richt Karls­ruhe zu 60 Ta­ges­sätzen ver­ur­teilt. Er soll nicht aus­rei­chend für die Durch­set­zung ein­zelner Auf­lagen ge­sorgt haben. Die An­klage treibt die De­for­mie­rung des De­mons­tra­ti­ons­rechts auf die Spitze. Bei einer Ver­ur­tei­lung wäre jede De­mo­an­mel­dung ein un­kal­ku­lier­bares Ri­siko!



Christa braucht wei­terhin jede Un­ter­stüt­zung, denn im Mo­ment gibt es nur eine Atem­pause, aber noch kein Au­fatmen!

Das Ober­lan­de­ge­richt Stutt­gart hat auf­grund der Pro­teste und des le­bens­be­droh­li­chen Ge­sund­heits­zu­stands von Christa die La­dung zum Beu­ge­haft­an­tritt vor­erst aus­ge­setzt bis der Bun­des­ge­richtshof über die Be­schwerde ent­schieden hat. Diese Ent­schei­dung steht noch aus. Bei einem Ge­fäng­nis­auf­ent­halt ist eine Fort­set­zung der le­bens­er­hal­tenden The­rapie nicht mehr mög­lich.



Nachdem im Juni 2008 der An­melder der Demo unter dem Motto "Jetzt erst recht - Re­pres­sion und G8 ent­ge­gen­treten" in Karls­ruhe zu  60 Ta­ges­sätzen ver­ur­teilt wurde, folgt nun die zweite In­stanz. Er soll nicht aus­rei­chend für die Durch­set­zung der Auf­lagen ge­sorgt haben. Die An­klage treibt die De­for­mie­rung des De­mons­tra­ti­ons­rechts auf die Spitze. Bei einer Ver­ur­tei­lung wäre jede De­mo­an­mel­dung ein un­kal­ku­lier­bares Ri­siko!



Un­sere Freundin und Ge­nossin Christa Eckes soll in Beu­ge­haft gehen,‭ ‬weil sich das Ober­lan­des­ge­richt‭ (‬OLG‭) ‬in Stutt­gart dem An­trag der Bun­des­an­walt­schaft‭ (‬BAW‭) ‬an­schloss.‭ ‬Im Au­gust diesen Jahres stellte sich heraus,‭ ‬dass Christa an akuter lym­pha­ti­scher Leuk­ämie er­krankt ist.‭ ‬Seit An­fang Sep­tember wird sie mit Chemo-The­rapie und Be­strah­lung sta­tionär im Kran­ken­haus be­han­delt und kämpft um ihr Leben.‭ ‬Eine Haft würde ihr Leben akut ge­fährden.‭ ‬Die drin­gend not­wen­dige The­rapie würde damit ab­ge­bro­chen.‭ ‬Die an­ge­ord­nete Maß­nahme ris­kiert damit be­wusst und zy­nisch ihr Leben.



Be­reits zum siebten Mal ver­an­staltet die In­ti­tia­tive für einen Um­sonst­floh­markt einen Um­sonst­floh­markt, diesmal im Rahmen der Eu­ro­päi­schen Woche zur Ab­fall­ver­mei­dung.

Wieder einmal gilt: Bringen Sie vorbei, was Sie nicht brau­chen, was aber an­deren noch gut nützen kann. Nehmen Sie mit, was Sie ge­brau­chen können. Tragen Sie bei, ohne nach­zu­fragen. Be­dienen Sie sich ohne schlechtes Ge­wissen. Für Geld, Feil­schen und Tau­schen ist auf dem Um­sonst­floh­markt kein Raum. Lassen Sie Ihrer Phan­tasie freien Lauf: Bü­cher, Klei­dung, Ta­schen, Bü­ro­klam­mern, Lampen, CDs, Golf­schläger, Poster oder Schuhe.
Wichtig ist aber auch: Bitte keinen Müll mit­bringen! Es geht nicht um das Los­werden wert­loser Ge­gen­stände, son­dern um die Wei­ter­gabe wert­voller, zu ge­brau­chender Dinge.

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